Junger Mann arbeitet am Laptop

176_Remote Selling: Verkaufen wir bald nur noch online?

Im letzten Jahr hat sich die Akzeptanz für Online-Meetings und -termine extrem erhöht.  Klar, was blieb einem auch anderes übrig? 

Auch das Verkaufen auf Distanz ist plötzlich für alle zum Alltag geworden.  Ich werde in meinen Trainings und Coachings oft gefragt, wie sich der Arbeitsalltag von Vertrieblern in den nächsten Jahren entwickeln wird.  Verkaufen wir alle ab jetzt nur noch online? Dieser Frage werde ich heute auf den Grund gehen und Dir einige Gedanken mit auf den Weg geben. 

Was ist „remote selling“? 

Verkaufen von überall aus in Onlinemeeting – ob Du am Strand in Spanien, im Jogger auf der Couch oder im Büro am Schreibtisch sitzt. 

Seit 2020 endlich auch bei uns akzeptiert und anerkannt. Leider musste es erst zu einer Pandemie kommen, um zu verstehen, dass remote selling längst kein kurzfristiger Trend mehr ist, sondern die Zukunft (und auch im Jahr 2020 die einzige Alternative). 

Viele Menschen, die sich vorher streng gegen das online verkaufen gewehrt haben, wurden ins kalte Wasser geworfen und mussten sich damit anfreunden. Und siehe da: so schlimm ist es gar nicht! Remote Selling bringt uns viele Vorteile, wie beispielsweise die Flexibilität im Privatleben oder Nachhaltigkeit (da wir nicht mehr quer durch ganz Deutschland fahren müssen, um einen Kaffee beim Kunden zu trinken). 

Zurück zum Alten?

Warum sollten wir nun bzw. wenn die Pandemie „vorbei“ ist, also wieder anfangen, alles auf Null zu stellen, wenn das online verkaufen doch super sinnvoll ist? 

Wenn Du langfristig erfolgreich sein möchtest, solltest Du Remote Selling in Deinen Kompetenzbereich mit aufnehmen und es als Bereicherung sehen. 

Wie Kollege Daniel unter dem passenden YouTube-Video schrieb: „Nostalgie hat noch nie gut zur Weiterentwicklung gepasst…“ – Das unterschreibe ich! 

Gen Y

Hier eine Zahl für Dich. Entsprungen aus einer Studie der Ruhr-Universität Bochum: ca. 90% aller B2B-Entscheider werden im Jahr 2025 der Generation Y entstammen (Jahrgang 1980-1995). Das bedeutet: diese Personen sind mit den neusten Technologien vertraut und sicher im Umgang. Wenn Du also immer noch anbietest, für ein Kaffeekränzchen von Berlin nach München zu fahren, wirst Du wohl eher auf Unverständnis treffen. 

Digital-First-Vertriebsansatz

Im Kern bedeutet dieser Ansatz, dass neu benötigte Infos über beispielsweise einen neuen Lieferanten erst mal online gesucht werden. Über LinkedIn, Xing, Google etc. wird sich zuerst über Dich informiert, bevor Du persönlich angesprochen wirst und Dich vorstellen kannst. Somit findet mittlerweile der Erstkontakt im Vertrieb auch online statt. 

Fokus auf den Faktor Mensch

Dadurch, dass Dein potentieller Partner schon alles online über Dich oder Dein Unternehmen herausgefunden hat, heißt es dann, als Mensch zu punkten. Wir Menschen werden durch die Digitalisierung nicht wegrationalisiert, sondern ermächtigt, unseren Job noch besser zu machen. Und das solltest Du tun und das Ganze als Chance sehen. Denn Fakten online könnten niemals Deine Persönlichkeit und Dein Können ersetzen. 

Wie stehst Du zu dem Thema? Schreib mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich auch, wenn wir uns auf LinkedIn oder Instagram vernetzen. 

Bis bald,

Dein Robert

                  

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